international - Trekking

Pontresina II

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Wir haben lange diskutiert und überlegt, wohin der Sommerurlaub (einschließlich der Genusstour für den AlpinClub Berlin) im August 2011 hin gehen soll. Mal etwas neues probieren, oder doch eher auf Bewährtes zurück greifen? Beides hat bekanntlich Vor- aber auch Nachteile. Schließlich entschieden wir uns wieder für die Schweiz, für die Bernina, für Camping in der Nähe von Pontresina.


Zuletzt 2008 verbrachten wir dort unseren Schweiz-Urlaub und waren total begeistert.

Vom 30. Juli - 20. Aug. 2011 werden wir also unseren Berg-Sommerurlaub auf dem Campingplatz Camping Plauns (Camping Plauns Morteratsch 1850 m.ü.M. CH-7504 Pontresina, Engadin, Graubünden, Schweiz) verbringen. Traditioneller Bestandteil unseres dreiwöchigen Sommer-Bergurlaubes ist immer auch eine einwöchige GENUSSTOUR, die wir für Mitglieder des AlpinClub Berlin anbieten.

15. Aug. - 20. Aug. 2011 Genusstour Schweiz, Oberengadin, Pontresina und Umgebung. - Geplant sind lange Tageswanderungen ..., mal seh`n, was wir so schaffen! Gemeinsam lassen wir dann den Tag in einem gemütlichen Gasthaus ausklingen, besprechen das Ziel für den nächsten Tag.... (Gemeinschaftstour, maximal 10 TeinehmerInnen (nur ACB-Mitglieder)

20. Juli 2011 - Es wird ernst! Wir haben mit dem Packen begonnen, da wir unser (schweres, sperriges) Gepäck von HERMES zum Urlaubsort, konkret bis zum Bahnhof Pontresina, transportieren lassen und das Gepäck am 20. Juli bei uns abgeholt wird.


24. Juli 2011 - Überraschung! - Lt. unserem Berliner Händler (Globetrotter) "eignet sich die grenzüberschreitende Vektorkarte für GPS-Geräte (Garmin TOPO Trans Alpin) ideal zum Wandern oder sogar für eine Alpenüberquerung. Die Karte ist komplett routingfähig und zeigt Teile von Deutschland, Österreich,Italien, Schweiz, Liechtenstein und Slowenien....!". - Leider ist hier aber mehr der Mountainbiker, weniger der Bergwanderer gemeint, zumindest was die Schweiz betrifft.

Derzeit prüfe ich auch noch, ob sich die Anschaffung einer Prepaid-Datenkarte für die Schweiz lohnt und wenn ja, welche?

30. Juli 2011 - Unser Zelt steht in Pontresina auf dem Campingplatz, wir sind folglich gut angekommen! Die Anreise hat bestens geklappt, sogar das Gepäck war am Bahnhof (wir hatten es mit Hermes voraus geschickt).

Heute am Samstag sind wir mal zwecks Akklimatisation auf den Bernina-Pass geradelt und haben dann per Pedes noch dem Gletscher einen Besuch abgestattet. Jetzt sind wir zwar platt aber trotzdem sehr zufriednen. Ach übrigens, das Wetter ist gar nicht so schlecht. Nachts mussten wir allerdings bei nur 3 Grad Celsius etwas tiefer in die Schlafsäcke kriechen....

31. Juli 2011 Fast wären wir heute auf einem 3.000er gewesen, doch plötzlich bei 2.959 m hörte der Berg einfach auf. Viereinhalb Stunden reine Gehzeit bei etwa 14 km Streckenlänge und ca. 700 Höhenmetern, da dürfte morgen das Aufstehen wohl etwas beschwerlich werden ...!


01. August 2011 Das Wetter ist immer noch gut, auch wenn es morgens recht kalt ist. - Wir beschliessen - nachdem wir gestern recht viel gewandert sind - heute mal wieder die Fahrrad-Muskulatur zu traktieren! Also radeln wir noch mal rauf zum Bernina-Pass und weiter, zunächst abwärts, bis zum Abzweig Levigno. Ab hier wieder zurück und zwar zum Eisessen nach Pontresina. Danach zurück zum Campingplatz (38 km, 800 Hm).

Wir "entdecken" einen schöneren Platz für unser Zelt und ziehen um.

02. August 2011 Wieder lockt die Sonne uns raus in die Natur, oder besser auf den Berg. Mit der Alp-Languard-Sesselliftbahn schweben wir gen Bergstation (2.325m). Unser Tagesziel soll der Westgipfel des Las Sours (2.979m) sein. die Sonne müht sich redlich, uns den ohnehin anstrengenden Aufstieg noch schwerer zu machen. Der Gipfelanstieg verlangt schon einiges an Trittsicherheit und Aufmerksamkeit für die Wegfindung. Kein Wunder also, dass wir lediglich einem Pärchen begegnen ...

Abstieg dann wieder bis zur Bergstation des Sessellifts.

03. August 2011 Wieder Sonnenschein, zunächst jedenfalls. So gegen 8:40 Uhr kommt gewöhnlich morgens die Sonne übern Berg, täglich halt etwas später.

Wir haben Lust auf Albula-Pass (2.315m), mit den Rädern natürlich! - Leider müssen wir erst mal bis La Punt (1.697m) und zwar mitten durch den Berufsverkehr! Dieser Pass ist von der Steilheit her doch um einiges anspruchsvoller, als unser Hauspass (Bernina). Nach ca. 54 km und etwa 850 Hm sind wir wieder am Zeltplatz. Es beginnt zu regnen ....

04. August 2011 wir trödeln etwas beim Aufstehen. Schliesslich packen wir unsere sieben (Hochtuoren)Sachen (Steigeisen, Pickel, etc.), ziehen die Schalenschuhe an und begeben uns zum Morteratsch-Gletscher. Ein bisschen Training kann nichts schaden, denken wir und gehen aufs Eis. Rasch an Höhe gewinnend, kriegen wir Lust auf mehr. - Lange Rede, kurzer Sinn, bald sind wir im Aufstieg zur Diavolezza-Hütte.

Nicht immer ist der Weg markiert, schon gar nicht auf dem Eis. Wir drehen die eine oder andere "Eherenrunde", ehe wir schliesslich die Seitenmoräne unterhalb der Hütte erreichen. Ein letzter quälender Aufstieg und wir sind auf der Diavolezza und verpassen um genau 10 Minuten die letzte Seilbahn talwärts. Also laufen wir nochmals etwa 800 Hm abwärts.

05. August 2011 Pausentag! - Wäsche waschen, Akkus laden, Emails bearbeiten, Kräfte sammeln, Kuchen essen, Kaffee trinken, URLAUB MACHEN halt!

06. August 2011 es hat in der Nacht recht heftig geregnet, aber das (relativ neue) Zelt hielt dicht! Am Vormittag lässt der Regen nach. Wir beschliessen von Spinas aus, den Piz Padella (2.856m) zu besteigen. Im Prinzip steigt es kontinuierlich - manchmal sogar recht heftig - direkt vom Bahnhof aus. Im Gipfelaufbau heißt es dann aufpassen, da hier an einigen Stellen unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich ist. Talwärts statten wir noch der Alp Muntatsch einen Besuch ab, ehe wir schliesslich in Samedan wieder den Zug besteigen.

07. August 2011 Sonntag und Sauwetter! Spaziergang (im strömenden Regen) nach Pontresina, Eis essen, etwas Kultur und wieder per Pedes zum Zelt.

08. August 2011 mit den Rädern über den Bernina-Pass runter nachTirana, eine herrliche Tour (Abfahrt)! Eis essen und mit der Bahn wieder zurück. Ein wunderschöner Tag!!!

09. August 2011 Die Nacht war kalt (so um die Null Grad) das Wetter am Morgen wenig einladend. Irgendwie vergammelten wir den Tag, warteten auf besseres Wetter. Mal abgesehen davon, dass ich mit dem Rad kurz in Pontresina einkaufen war, gingen unsere Aktivitäten eher gegen Null! Mit dem Sonnenuntergang kam die Kälte. Wir verkrochen uns ins Zelt.

10. August 2011 Wenn die Sonne einen weckt, bedeutet das einerseits, dass wir ziemlich lange geschlafen haben (die Sonne kommt nämlich erst so gegen 8:42 Uhr übern Berg), andererseits aber auch Lust auf Berg. Zwar kamen wir etwas später los, dennoch nahmen wir uns unseren Hausberg (Piz Chalchagn 3.154m) vor. Gut 1.000 Höhenmeter hatten wir schon geschafft, das meiste davon so gut wie weglos, als wir wegen Steilheit nicht mehr weiter kamen. Wir kehrten um und stiegen etwa auf gleicher Route wieder ab. Das GPS-Gerät war dabei recht hilfreich, bewahrte es uns doch das eine oder andere Mal vor "Verhauern".

11. August 2011 Wir haben uns von der Sonne wecken lassen. - Noch mal rasch die Ketten geölt und schon saßen wir auf den Rädern und rollten Richtung Maloja. Leider waren wir nicht die Einzigen auf der Straße, mussten also ziemlich diszipliniert radeln, auch hatte der Wind etwas gegen uns, dennoch war es eine herrliche Tour.

12. August 2011 Wir warten (mal wieder) bis die Sonne uns weckt, - Sie läßt sich denn auch nicht lange bitten, sondern gibt sich pünktlich redliche Mühe, uns einen weiteren schönen Urlaubstag zu bescheren.

Wir haben heute Lust auf Klettern. Rasch ist der Rucksack gepackt und sind die ca. 2 km bis zum Klettergarten Morterasch zurück gelegt. Nun ja, was dann folgt, gleicht eher einem Anfängerkurs, erste Stunde :-). Schließlich steige ich immerhin (!) eine 3+ vor. Noch kurz mit dem Rad nach Pontresina zum Einkaufen, dann bruzzeln wir unser Abendessen.

Heinz trifft ein.

13. August 2011 Wieder das "auf die Sonne warten" - Spiel, danach noch mal zum Klettern.

Wir sind fast wieder allein im Klettergarten, lediglich ein Vater mit Kind leistet uns Gesellschaft. Gegen 14:00 Uhr lassen unsere unrainierten Kletterkräfte nach, wir ziehen heimwärts. Am Nachmittag trifft auch Hartmut ein. Heinz hat noch vor der Grenze bestes Grillgut eingekauft, wir veranstalten einen zünftigen Grillabend.

14. August 2011 War es der Vollmond, die Kälte oder lediglich der dicke Bauch nach dem Grillen? Jedenfalls habe ich seit längerem mal wieder etwas schlechter geschlafen. - Alle guten Dinge sind drei, wir sind nämlich noch mal zum Klettern gegangen. Wieder waren wir allein am Fels, konnten uns austoben und dabei auch noch Sonne tanken.

Gerald hat telefonisch seine Ankunft avisiert.

15. August 2011 Es hat die ganze Nacht geregnet und auch am Morgen will das Wetter zunächst nicht besser werden. Dennoch wollen wir auf eine Eingehtour nicht verzichten und brechen etwas später als zunächst geplant, dafür aber bei nachlassendem Regen auf. Mit der Bahn geht es über den Berninapass bis Alp Gruem. Weiter per Pedes hinauf zur Sassal Mason (2.355m) und alsbald abwärts zum Lago Bianco. Seit wir laufen, scheint die Sonne. Kaum nähern wir uns der Bahnstation Ospizio Bernina zieht es wieder zu und erste Tropfen fallen ....

16. August 2011 Endlich wieder blauer Himmel! Leider muss uns Heinz einen Korb geben, da es ihm nicht so toll geht. - Wir fahren mit der Bahn nach Celerina, steigen über grüne Wiesenhänge empor zur Alp Muntasch, machen Pause mit herrlichem Fern-, oder besser Talblick und erklimmen jetzt gut gestärkt den Cho de Valetta (2.493 m) und machen uns von hier aus auf den (langen) Weg zur Bergstation Marguns. Brigitte und ich, wir verschmähen aber den Lift, sondern fahren (bremsen) genTal per Roller. Der Weg war lang heute, wir sind alle etwas k.o..

17. August 2011 Gerald nimmt eine Auszeit. - Heinz, Hartmut, Brigitte und ich fahren - übrigens erneut bei schönstem Sonnenschein - per Bahn zur Talstation der Diavolezza-Bergbahn. Jetzt beginnt ein knapp 900 Hm steiler, sehr abwechselungsreicher Aufstieg auf gut markiertem und angelegtem Pfad zur Diavolezza-Hütte. Endlich angekommen, hängen Brigitte und ich noch den Mont Pers dran, dann reicht`s auch uns! - Abwärts per Seilbahn.

18. August 2011 Man muß es kaum noch erwähnen, aber das Wetter ist erneut traumhaft. - In kleiner Gruppe wollen wir, wie auch schon vor drei Jahren, noch mal auf die Boval-Hütte. Der Weg zieht sich (viel) länger, als wir es in Erinnerung hatten, aber wir schaffen es auch dieses Mal.

Und weil der Tag so schön war, gönnen wir uns nach der Rückkehr auf den den Campiungplatz einen zweiten, zünftigen Grillabend.

19. August 2011 Endlich mal ein Tag ohne Programm! Ehrlich gesagt sind wir alle etwas "mitgenommen" von den Vortagen und beschließen daher einen PAUSENTAG.

20. August 2011 Hartmut und Heinz reisen ab. Brigitte & ich radeln noch mal auf den Bernina-Pass, rollen zurück bis Pontresina, essen Eis und machen uns allmählich mit dem Gedanken vertraut, dass der Urlaub sich seinem Ende zu neigt. - Schade eigentlich ...

or Map

 


 


PontresinaAm 08. 08. 08 haben wir uns am Abend in den Zug gesetzt und sind nach Pontresina gefahren. Zuvor hatten wir schon eine Reisetasche und unsere Rennräder bei Hermes (ein Bahnservice) aufgegeben.

Die Bahnfhrt war anstrengend. Unsere heißgeliebten Zweier-Schlafwagenabteile gibt es neuerdungs nur noch in Verbindung mit einer Fahrkarte 1. Klasse. Also schliefen wir im Liegewagen (besser versuchten wir zu schlafen). Danach sind wir noch mindestens fünfmal umgestiegen, "genossen" sogar noch einmal Schienenersatzverkehr (bei vielem Gepäck ein ganz besonderes Vergnügen). Schließlich kamen wir am Samstagmittag an, das vorausgeschickte Gepäck lagerte bereits am Bahnhof. Wir packten alles in einen Taxi-Bus und ließen uns zum Camping Plauns kutschieren. Sorgsam suchten wir (auf dem naturbelassenen Campingplatz) nach einem geeigneten Platz für unser Zelt, bauten auf, richteten uns ein...

10. Aug. 2008

Strahlender Sonnenschein, wir beschließen mit den Rennrädern auf den Berninapass zu fahren, zuvor noch rasch ein Abstecher nach Morteratsch. - Anscheinend ist die ganze Schweiz einschließlich umliegender Gemeinden, auf Beergtour. Auf der Paßstr. wird faktisch auch "Stoßstange" gefahren. Dennoch kommen wir gut oben an. Der Rückweg nach Pontresina gestaltet sich als reine Abfahrt. Wir haben uns ein Eis verdient.

11. Aug. 2008

Erste kombinierte Bergtour. Bei gutem Wetter starten wir von Morteratsch aus gen Diavolezza. Bald sind wir auf dem Eis, suchen den Weg. Allmählich ziehen Wolken auf, es bleibt aber (zunächst) trocken. Ca. sechs Stunden quälen wir uns über Eis und Fels der Hütte entgegen. Spätestens der finale Aufstieg vom Gletscher aus zur Diavolezza läßt uns sehr schmerzlich merken, dass es mit unserer Kondition noch nicht zum Besten gestellt ist. Die ca. 1.000 Höhenmeter wollen erst mal bewältigt werden! - Abfahrt mit der Seilbahn. Am Abend beginnt es schließlich zu regnen.

12. Aug. 2008

Der Regen hält an, drückt etwas auf die Urlaubsstimming. Also werden wir in Pontresina unsere Einkäufe tätigen. Wir wandern zunächst wieder Richtung Morteratsch, um über den Bach zu kommen. Uns fällt des Hinweisschild zu einer Schaukäserei auf, eine willkommene Abwexhslung. 350 Gramm verschiedener Käsesorten, dazu feinster Schinken werden zu unserem zweiten Frühstück. Mit vollen Bäuchen wandern wir weiter nach Pontresina. Es ist Mittagspause, die Geschäfte sind zu. Also erkunden wir den Ort. Später erstehen wir in einer Apotheke (!) Benzin und kaufen im Supermarkt Lebensmittel ... und ein Bratpfanne. Zurück auf dem Campingplatz wird uns leihweise auch noch ein Klapptisch angeboten (Stühle hatten wir ja selbst mitgebracht). Es gibt Bratwurst und Schweinesteaks. - Wäre nicht das schlechte Wetter, unsere Genusstour wäre perfekt!

13. Aug. 2008

Es regnet, als wir wach werden, schade! – Doch bereits während des Frühstücks reißt der Himmel auf, die ersten blauen Flecken sind zu sehen, später dann sogar die Sonne. Wir werden Radfahren. Auf bekannter Strecke geht es rauf zum Bernina-Pass. Heftigster Gegenwind macht das Raufkommen nicht gerade leichter. Endlich geschafft, wir sind ganz schön hohl. Jetzt etwa 300 Hm abwärts bis zum Abzweig Livigno, hier über die Grenze und auf sehr schmaler Straße weiter Richtung Livigno. Eine endlose Autoschlange folgt uns, kann kaum überholen. Uns gefällt die ganze Situation überhaupt nicht, wir drehen um. Vor uns liegt nun wieder der Bernina-Pass, allerdings dieses mal von der anderen Seite und wesentlich steiler.!

14. Aug. 2008

Vormittags Nebel, dann Sonne, nachmittags bedeckt. - Wir sind vom Bahnhof Diavolezza aus aufgestiegen zum Piz Languard (3.262m), knapp 1.000 Meter wieder abgestiegen und schließlich von der Alp Languard mit dem Sesellift wieder gen Pontresina geschwebt .!

15. Aug. 2008

Schon die ganze Nacht Gewitter und durchgehend heftigster Regen, am Tag nicht anders ;-((
Heinz ist eingetroffen..!

16. Aug. 2008

Endlich wieder Sonne, gegen Mittag besteigen Brigitte und ich von Samedan aus den Cho de Valletta (2.493m), nicht ohne voher in der Alp Muntatsch bei Käse und Speck einzukehren. - Martina, Hartmut und Dieter sind auch eingetroffen.

Genusstour 2008 (17. Aug. - 23. Aug)

17. Aug. 2008

Eingehtour mit der gesamten Mannschaft auf die Chamanna da Boval (2.495m).

18. Aug. 2008

Bei schönstem Bergwetter sind wir vom Bernina-Hospiz aus zur Diavolezza aufgestiegen. Diese Route ist eine einzige Seenroute, führt sie doch vom Lago Bianco über Lej Nair ..... . Nach einer ganz kurzer Rast haben wir noch den Munt Pers (3.207m) "drangehängt". - Somit sind wir insges. etwa 1.000 Hm gestiegen. - Talfahrt mit der Seilbahn. Danach lecker in den Berninahäusern auf der Terrasse gespeist.

19. Aug. 2008

Trotz aller Bedenken, wieder gutes Bergwetter! Da wir gestern doch einiges an Höhenmeter im Aufstieg zurückgelegt hatten, sollte es eigentlich ein entspannter Aufstiegshilfentag (Zahnradbahn, Sessellift, etc.) werden. Wir sind also mit der Zahnradbahn nach Muottas Nuragl hinaufgefahren und haben dann den Klimaweg unter die Füsse genommen. Der Weg führt von Muottas Muragl über den Schafberg nach Alp Languard. Als Belohnung führte der Weg über die wunderschön gelegene Segantini-Hütte. Von Alp Languard sind wir mit dem Sessellift ins Tal geschwebt. Zur Belohnung sind wir Eisessen gegangen.

20. Aug. 2008

Wir haben heute mit (fast) der ganzen Truppe die Tour vom 16. Aug. wiederholt. Dabei hat Petrus ein Einsehen mit uns gehabt und es schien den ganzen Tag die Sonne...!

21. Aug. 2008

Frühnebel, dann nur noch Sonnenschein! - Wir wandern von Pontresina aus ins Rosegtal, nehmen das zweite Frühstück im Hotel Roseg und beginnen dann den langen Aufstieg zur Fuorcla Surlej (2.755m). Wieder kurze Einkehr, dann weiter zur Mittelstation der Corvatsch-Bahn. Insgesamt sind wir etwa 1.000 Hm gestiegen. Der (Wander)Tag war lang ....

22. Aug. 2008

Wieder Sonne! Haben mit der gesamten Mannschaft die Tour vom 14. Aug. 08 wiederholt. Allerdings war nur Dieter mit ganz bis oben (Piz Languard). Am Abend schlug das Wetter um. Dicke Wolken (und der Wetterbericht) lassen auf Regen schließen.

23. Aug. 2008

Einige Schauer in der Nacht, tagsüber ist das Wetter durchwachsen. Wir faulenzen...

24. Aug. 2008

Ein sonniger Sonntag! - Radtour vom Campingplatz aus über Pontresina, Samedan, La Punt zum Albula-Pass (2.312m), also 650m im Aufstieg. Nach kurzer Einkehr auf dem Pass Abfahrt über Preda bis Bergün (1.373m). Von hier aus mit der "Rhätischen" zurück nach Pontresina.

25. Aug. 2008

Wieder eine kalte Nacht (wie schon öfter in den letzten Nächten). Das bedeutet, dass die Außentemperaturen bis auf wenige Grade unter Null fallen; nicht gerade sehr angenehm zum Schlafen, da wir unsere Sommerschlafsäcke dabei haben (Komfortbereich von + 7°C bis 15°C). - Ab 8:45 Uhr fallen die ersten Sonnenstrahlen aufs Zelt, es wird schnell kuschlig warm (im Zelt). Wir frühstücken und rüsten uns - wieder bei Sonnenschein - zur nächsten Radtour. Ziel ist Italien, konkret Tirana. Zunächst müssen wir erst mal wieder auf den Bernina-Pass, dann lassen wir die Räder fast 40 km rollen. Tirana liegt auf etwa 400m, der Pass auf etwa 2.300m! Irgendwann beginnen die Hände vom vielen Bremsen zu schmerzen.
Am Bahnhof in Tirana gibt`s noch `nen echtenItalienischen Expresso, dann besteigen wir wieder mal die Rhätische. Am frühen Abend steigen wir Ospizio Bernina, steigen aus, rollen den Pass runter bis zum Zeltplatz. Heute ging es wirklich abwärts mit uns....

26. Aug. 2008

Nachts hatte es geregnet, der Morgen war aber schon wieder trocken. Also starteten wir früher als sonst und auch nur mit einem "Notfrühstück" erst mit der Rhätischen, dann mit dem Bus und schließlich ab Silvaplana mit der Corvatsch-Seilbahn zur Mittelstaion. Wegen Bauarbeiten ist die letzte Sektion derzeit außer Betrieb. - Unser heutiges Tagesziel hieß Piz Corvatsch (3.451m). Von der Mittelstation aus liefen wir zunächst bis zur Fuorcla Surlej (2.755m). Von hier aus ging es weglos weiter Richtung Corvatsch-Bergstation. Einige Höhenmeter unterhalb der Station begann der Gletscher, der sich schließlich arper und über einen rasanten Grad zum Piz Murteél (3.433) raufzog. Die letzten Höhenmeter waren ganz schön steil. - Den Übergang zum wenige Minuten entfernetn Piz Corvatsch schenkten wir uns, da das Wetter bedrohliche Formen annahm.
Der weglose Rückweg wollte auch erst mal gefunden weden. - Alles ging gut, das Wetter hielt!

27. Aug. 2008

Wir haben erst mal gewartet, bis die Sonne unser kaltes, klammes Zelt erwärmt (ca. an 09:99 Uhr). Den Schlendrian haben wir dann fast ganztags beibehalten, sind mittags über St. Moritz per Rad nach Silvaplana gefahren und erreicheten mit dem ersten Regenschauer am frühen Abend wieder den Campingplatz.

28. Aug. 2008

Schon wieder Sonne (nach kalter Nacht); unser Tourenziel heißt heute Piz Campasc (2.599m). Mit der Rhätischen fahren wir bis Ospizio Bernina, dann sehen wir schon bald den sehr markanten Gipfel vor uns. Abstieg wie Aufstieg, dann über die Staumauer des Lago Bianco weiter aufwärts bis zur Einkehr im Restaurant (Berghütte) Sassal Mason (2.355m). Schließlich über den Aussichtspunkt Pru dal Vent (2.210m) zur Alp Grün, wo wir wieder auf die Rhätische treffen.

29. Aug. 2008

Auch wenn die Sonne immer noch lacht, kommt allmählich Trauer über uns, das Urlaubsende rückt unaufhaltsam näher, morgen (Samstag werden wir unsere Siebensachen packen) und am späten Nachmittag die Heimreise antreten. Dennoch haben wir es uns heute nicht nehmen lassen, den Klettergarten nahe dem Bahnhof Morteratsch aufzusuchen um unser Kletter(un)vermögen auszutesten. - Wir waren wirklich ein paar mal "oben"!
Abends gab`s ein Abschiedsessen im Restaurant des Berninahauses.

30. Aug. 2008

Die Sonne wollte uns den Abschied wohl etwas schwerer machen, aber es half alles nichts, nach dem Aufstehen begannen wir zu packen. Bereits mittags konnten wir `ne Taxe bestellen, um unsere (umfangreichen) Habseligkeiten - einschließlich Fahrräder - zum Bahnhof Pontresina zu chauffieren. Hier gaben wir dann eine Tasche und die Räder wieder als "Reisegepäck Deutschland" bei der Bahn auf (Hermes Kuriergepäck; garantierte Bezugszeit: 03. Sept. 08). Etas erleichtert reisten wir dann über Chur nach Zürich und bestiegen hier gegen 20:00 Uhr den Schlafwagen nach Berlin.

31. Aug. 2008

Sogar etwas geschlafen! - Am Morgen in Berlin angekommen, beeilten wir uns das Gepäck nach Hause zu bekommen und sprangen rasch unter die Dusche.Um 12:00 Uhr mußten wir schon wieder auf dem, bzw. am Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche sein, aber das ist eine andere Geschichte!


Fazit:

Es waren schöne Tage in, oder besser bei Pontresina. Fast immer schien die Sonne, nur nachts war es kalt. Das war eigentlich auch schon unser einziges Problem, wir hatten bei der Zusammenstellung der (Camping)Ausrüstung schlicht vernachlässigt (vergessen!), dass wir auf einer Höhe von knapp 2.000m „wohnten“. Eine Eisschicht auf unserem Frühstückstisch, insbesondere aber leichtes frösteln in unseren Sommerschlafsäcken waren das Ergebnis.

Der Campingplatz Plauns ist auf jeden Fall ein Tipp für alle diejenigen, die es naturnah mögen; dennoch mangelt es nicht an Komfort (Einkaufsladen, Duschen, Waschmaschinen, Trockner, etc.). Da der Platz nicht beleuchtet ist, stören auch keine Laternen beim Einschlafen, allerdings kann der nächtliche Gang zur Toilette dann auch zu einem echten Erlebnis werden (wenn man keine Lampe mitnimmt), muss man doch über das eine oder andere Brett balancieren, um über die vielen Bäche zu kommen….! – Hat man kein Auto dabei, ist Pontresina ganz schön weit entfernt (etwa 7 km auf schönem Wanderweg oder knapp 4 km auf der Straße).

Landschaftlich ist die Lage des Platzes herausragend, der morgentliche Blick auf die leuchtende Bernina lässt sofort Berglust aufkommen. Egal was man bevorzugt, ob Eis, Schnee, Gletscher, Kletterfelsen, (anspruchsvolle) Wanderwege oder einfach nur Lust zum Radfahren, alles ist in unmittelbarer Umgebung möglich. Lohnende Einkehrmöglichkeiten gibt es reichlich. – Spätestens hier dann auch das erste Manko der Gegend; die Gastronomiepreise liegen allesamt auf (sehr) hohem Niveau, lassen einem doch öfters als gewohnt, auf die altbewährte Rucksackverpflegung zurückgreifen.

Unsere Touren waren allesamt spannend und abwechselungsreich, manche Wege sind wir sogar zweimal gegangen. Wir sind mit Steigeisen den Morteraschgletscher bis zur Diavolezze aufgestiegen, haben uns ebenfalls steigeisenbewährt seilfrei auf attraktivem Grad dem Piz Corvatsch genährt, sind (teilweise weglos) auf diverse andere Gipfel gestiegen, haben aber auch so manche Rast auf gemütlichen Hütten oder Almen genossen. Schließlich ließen wir es uns auch nicht nehmen, mit den Rennrädern mehrfach auf oder über den Berninapass zu fahren, den Furkapass „abzuhaken“ oder aber „nur“ auf Sigtseeing-Tour zu fahren.

Rasch ist die schöne Zeit vergangen, wir werden irgendwann wiederkommen…..


Leider gab es auf dieser Reise auch einiges unangenehmes, was aber nicht unbedingt ursächlich auf das Reiseziel zurückzuführen ist, eben aber dort passierte. Zum Beispiel:

Armbanduhr – SUUNTO, Mod. X6 – defekt
Fahrradtacho Ciclomaster CM 414 Alti - defekt
Fahrradbrille adidas casual SPX - zerbrochen
Outdoor-Brille adidas elevation ClimaCool – Gläser verfärbt
Luftmatratze Exped Downmat 9 verliert Luft
Kocher MSR Dragonfly – Düse lässt sich nicht mehr lösen
Kettenblätter vom Rennrad - insbes. das 52iger - endgültig rund (es gibt wohl kaum ein Original-Ersatzteil für meine ULTEGRA 600-Gruppe, oder?).