international - Trekking

Pontresina II

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Wir haben lange diskutiert und überlegt, wohin der Sommerurlaub (einschließlich der Genusstour für den AlpinClub Berlin) im August 2011 hin gehen soll. Mal etwas neues probieren, oder doch eher auf Bewährtes zurück greifen? Beides hat bekanntlich Vor- aber auch Nachteile. Schließlich entschieden wir uns wieder für die Schweiz, für die Bernina, für Camping in der Nähe von Pontresina.


Zuletzt 2008 verbrachten wir dort unseren Schweiz-Urlaub und waren total begeistert.

Vom 30. Juli - 20. Aug. 2011 werden wir also unseren Berg-Sommerurlaub auf dem Campingplatz Camping Plauns (Camping Plauns Morteratsch 1850 m.ü.M. CH-7504 Pontresina, Engadin, Graubünden, Schweiz) verbringen. Traditioneller Bestandteil unseres dreiwöchigen Sommer-Bergurlaubes ist immer auch eine einwöchige GENUSSTOUR, die wir für Mitglieder des AlpinClub Berlin anbieten.

15. Aug. - 20. Aug. 2011 Genusstour Schweiz, Oberengadin, Pontresina und Umgebung. - Geplant sind lange Tageswanderungen ..., mal seh`n, was wir so schaffen! Gemeinsam lassen wir dann den Tag in einem gemütlichen Gasthaus ausklingen, besprechen das Ziel für den nächsten Tag.... (Gemeinschaftstour, maximal 10 TeinehmerInnen (nur ACB-Mitglieder)

20. Juli 2011 - Es wird ernst! Wir haben mit dem Packen begonnen, da wir unser (schweres, sperriges) Gepäck von HERMES zum Urlaubsort, konkret bis zum Bahnhof Pontresina, transportieren lassen und das Gepäck am 20. Juli bei uns abgeholt wird.


24. Juli 2011 - Überraschung! - Lt. unserem Berliner Händler (Globetrotter) "eignet sich die grenzüberschreitende Vektorkarte für GPS-Geräte (Garmin TOPO Trans Alpin) ideal zum Wandern oder sogar für eine Alpenüberquerung. Die Karte ist komplett routingfähig und zeigt Teile von Deutschland, Österreich,Italien, Schweiz, Liechtenstein und Slowenien....!". - Leider ist hier aber mehr der Mountainbiker, weniger der Bergwanderer gemeint, zumindest was die Schweiz betrifft.

Derzeit prüfe ich auch noch, ob sich die Anschaffung einer Prepaid-Datenkarte für die Schweiz lohnt und wenn ja, welche?

30. Juli 2011 - Unser Zelt steht in Pontresina auf dem Campingplatz, wir sind folglich gut angekommen! Die Anreise hat bestens geklappt, sogar das Gepäck war am Bahnhof (wir hatten es mit Hermes voraus geschickt).

Heute am Samstag sind wir mal zwecks Akklimatisation auf den Bernina-Pass geradelt und haben dann per Pedes noch dem Gletscher einen Besuch abgestattet. Jetzt sind wir zwar platt aber trotzdem sehr zufriednen. Ach übrigens, das Wetter ist gar nicht so schlecht. Nachts mussten wir allerdings bei nur 3 Grad Celsius etwas tiefer in die Schlafsäcke kriechen....

31. Juli 2011 Fast wären wir heute auf einem 3.000er gewesen, doch plötzlich bei 2.959 m hörte der Berg einfach auf. Viereinhalb Stunden reine Gehzeit bei etwa 14 km Streckenlänge und ca. 700 Höhenmetern, da dürfte morgen das Aufstehen wohl etwas beschwerlich werden ...!


01. August 2011 Das Wetter ist immer noch gut, auch wenn es morgens recht kalt ist. - Wir beschliessen - nachdem wir gestern recht viel gewandert sind - heute mal wieder die Fahrrad-Muskulatur zu traktieren! Also radeln wir noch mal rauf zum Bernina-Pass und weiter, zunächst abwärts, bis zum Abzweig Levigno. Ab hier wieder zurück und zwar zum Eisessen nach Pontresina. Danach zurück zum Campingplatz (38 km, 800 Hm).

Wir "entdecken" einen schöneren Platz für unser Zelt und ziehen um.

02. August 2011 Wieder lockt die Sonne uns raus in die Natur, oder besser auf den Berg. Mit der Alp-Languard-Sesselliftbahn schweben wir gen Bergstation (2.325m). Unser Tagesziel soll der Westgipfel des Las Sours (2.979m) sein. die Sonne müht sich redlich, uns den ohnehin anstrengenden Aufstieg noch schwerer zu machen. Der Gipfelanstieg verlangt schon einiges an Trittsicherheit und Aufmerksamkeit für die Wegfindung. Kein Wunder also, dass wir lediglich einem Pärchen begegnen ...

Abstieg dann wieder bis zur Bergstation des Sessellifts.

03. August 2011 Wieder Sonnenschein, zunächst jedenfalls. So gegen 8:40 Uhr kommt gewöhnlich morgens die Sonne übern Berg, täglich halt etwas später.

Wir haben Lust auf Albula-Pass (2.315m), mit den Rädern natürlich! - Leider müssen wir erst mal bis La Punt (1.697m) und zwar mitten durch den Berufsverkehr! Dieser Pass ist von der Steilheit her doch um einiges anspruchsvoller, als unser Hauspass (Bernina). Nach ca. 54 km und etwa 850 Hm sind wir wieder am Zeltplatz. Es beginnt zu regnen ....

04. August 2011 wir trödeln etwas beim Aufstehen. Schliesslich packen wir unsere sieben (Hochtuoren)Sachen (Steigeisen, Pickel, etc.), ziehen die Schalenschuhe an und begeben uns zum Morteratsch-Gletscher. Ein bisschen Training kann nichts schaden, denken wir und gehen aufs Eis. Rasch an Höhe gewinnend, kriegen wir Lust auf mehr. - Lange Rede, kurzer Sinn, bald sind wir im Aufstieg zur Diavolezza-Hütte.

Nicht immer ist der Weg markiert, schon gar nicht auf dem Eis. Wir drehen die eine oder andere "Eherenrunde", ehe wir schliesslich die Seitenmoräne unterhalb der Hütte erreichen. Ein letzter quälender Aufstieg und wir sind auf der Diavolezza und verpassen um genau 10 Minuten die letzte Seilbahn talwärts. Also laufen wir nochmals etwa 800 Hm abwärts.

05. August 2011 Pausentag! - Wäsche waschen, Akkus laden, Emails bearbeiten, Kräfte sammeln, Kuchen essen, Kaffee trinken, URLAUB MACHEN halt!

06. August 2011 es hat in der Nacht recht heftig geregnet, aber das (relativ neue) Zelt hielt dicht! Am Vormittag lässt der Regen nach. Wir beschliessen von Spinas aus, den Piz Padella (2.856m) zu besteigen. Im Prinzip steigt es kontinuierlich - manchmal sogar recht heftig - direkt vom Bahnhof aus. Im Gipfelaufbau heißt es dann aufpassen, da hier an einigen Stellen unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich ist. Talwärts statten wir noch der Alp Muntatsch einen Besuch ab, ehe wir schliesslich in Samedan wieder den Zug besteigen.

07. August 2011 Sonntag und Sauwetter! Spaziergang (im strömenden Regen) nach Pontresina, Eis essen, etwas Kultur und wieder per Pedes zum Zelt.

08. August 2011 mit den Rädern über den Bernina-Pass runter nachTirana, eine herrliche Tour (Abfahrt)! Eis essen und mit der Bahn wieder zurück. Ein wunderschöner Tag!!!

09. August 2011 Die Nacht war kalt (so um die Null Grad) das Wetter am Morgen wenig einladend. Irgendwie vergammelten wir den Tag, warteten auf besseres Wetter. Mal abgesehen davon, dass ich mit dem Rad kurz in Pontresina einkaufen war, gingen unsere Aktivitäten eher gegen Null! Mit dem Sonnenuntergang kam die Kälte. Wir verkrochen uns ins Zelt.

10. August 2011 Wenn die Sonne einen weckt, bedeutet das einerseits, dass wir ziemlich lange geschlafen haben (die Sonne kommt nämlich erst so gegen 8:42 Uhr übern Berg), andererseits aber auch Lust auf Berg. Zwar kamen wir etwas später los, dennoch nahmen wir uns unseren Hausberg (Piz Chalchagn 3.154m) vor. Gut 1.000 Höhenmeter hatten wir schon geschafft, das meiste davon so gut wie weglos, als wir wegen Steilheit nicht mehr weiter kamen. Wir kehrten um und stiegen etwa auf gleicher Route wieder ab. Das GPS-Gerät war dabei recht hilfreich, bewahrte es uns doch das eine oder andere Mal vor "Verhauern".

11. August 2011 Wir haben uns von der Sonne wecken lassen. - Noch mal rasch die Ketten geölt und schon saßen wir auf den Rädern und rollten Richtung Maloja. Leider waren wir nicht die Einzigen auf der Straße, mussten also ziemlich diszipliniert radeln, auch hatte der Wind etwas gegen uns, dennoch war es eine herrliche Tour.

12. August 2011 Wir warten (mal wieder) bis die Sonne uns weckt, - Sie läßt sich denn auch nicht lange bitten, sondern gibt sich pünktlich redliche Mühe, uns einen weiteren schönen Urlaubstag zu bescheren.

Wir haben heute Lust auf Klettern. Rasch ist der Rucksack gepackt und sind die ca. 2 km bis zum Klettergarten Morterasch zurück gelegt. Nun ja, was dann folgt, gleicht eher einem Anfängerkurs, erste Stunde :-). Schließlich steige ich immerhin (!) eine 3+ vor. Noch kurz mit dem Rad nach Pontresina zum Einkaufen, dann bruzzeln wir unser Abendessen.

Heinz trifft ein.

13. August 2011 Wieder das "auf die Sonne warten" - Spiel, danach noch mal zum Klettern.

Wir sind fast wieder allein im Klettergarten, lediglich ein Vater mit Kind leistet uns Gesellschaft. Gegen 14:00 Uhr lassen unsere unrainierten Kletterkräfte nach, wir ziehen heimwärts. Am Nachmittag trifft auch Hartmut ein. Heinz hat noch vor der Grenze bestes Grillgut eingekauft, wir veranstalten einen zünftigen Grillabend.

14. August 2011 War es der Vollmond, die Kälte oder lediglich der dicke Bauch nach dem Grillen? Jedenfalls habe ich seit längerem mal wieder etwas schlechter geschlafen. - Alle guten Dinge sind drei, wir sind nämlich noch mal zum Klettern gegangen. Wieder waren wir allein am Fels, konnten uns austoben und dabei auch noch Sonne tanken.

Gerald hat telefonisch seine Ankunft avisiert.

15. August 2011 Es hat die ganze Nacht geregnet und auch am Morgen will das Wetter zunächst nicht besser werden. Dennoch wollen wir auf eine Eingehtour nicht verzichten und brechen etwas später als zunächst geplant, dafür aber bei nachlassendem Regen auf. Mit der Bahn geht es über den Berninapass bis Alp Gruem. Weiter per Pedes hinauf zur Sassal Mason (2.355m) und alsbald abwärts zum Lago Bianco. Seit wir laufen, scheint die Sonne. Kaum nähern wir uns der Bahnstation Ospizio Bernina zieht es wieder zu und erste Tropfen fallen ....

16. August 2011 Endlich wieder blauer Himmel! Leider muss uns Heinz einen Korb geben, da es ihm nicht so toll geht. - Wir fahren mit der Bahn nach Celerina, steigen über grüne Wiesenhänge empor zur Alp Muntasch, machen Pause mit herrlichem Fern-, oder besser Talblick und erklimmen jetzt gut gestärkt den Cho de Valetta (2.493 m) und machen uns von hier aus auf den (langen) Weg zur Bergstation Marguns. Brigitte und ich, wir verschmähen aber den Lift, sondern fahren (bremsen) genTal per Roller. Der Weg war lang heute, wir sind alle etwas k.o..

17. August 2011 Gerald nimmt eine Auszeit. - Heinz, Hartmut, Brigitte und ich fahren - übrigens erneut bei schönstem Sonnenschein - per Bahn zur Talstation der Diavolezza-Bergbahn. Jetzt beginnt ein knapp 900 Hm steiler, sehr abwechselungsreicher Aufstieg auf gut markiertem und angelegtem Pfad zur Diavolezza-Hütte. Endlich angekommen, hängen Brigitte und ich noch den Mont Pers dran, dann reicht`s auch uns! - Abwärts per Seilbahn.

18. August 2011 Man muß es kaum noch erwähnen, aber das Wetter ist erneut traumhaft. - In kleiner Gruppe wollen wir, wie auch schon vor drei Jahren, noch mal auf die Boval-Hütte. Der Weg zieht sich (viel) länger, als wir es in Erinnerung hatten, aber wir schaffen es auch dieses Mal.

Und weil der Tag so schön war, gönnen wir uns nach der Rückkehr auf den den Campiungplatz einen zweiten, zünftigen Grillabend.

19. August 2011 Endlich mal ein Tag ohne Programm! Ehrlich gesagt sind wir alle etwas "mitgenommen" von den Vortagen und beschließen daher einen PAUSENTAG.

20. August 2011 Hartmut und Heinz reisen ab. Brigitte & ich radeln noch mal auf den Bernina-Pass, rollen zurück bis Pontresina, essen Eis und machen uns allmählich mit dem Gedanken vertraut, dass der Urlaub sich seinem Ende zu neigt. - Schade eigentlich ...

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