Berichte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und es geht wieder los!

Die ersten zwei Testfahrten nach meiner Rücken-OP (Saisonstart 2019 und Pfingsttour 2019) haben geklappt - die Schmerzen sind wesentlich geringer als vorher - aber die Kondition ist leider noch nicht ganz die alte! Nun ja, zumindest muss ich (Arno) wohl auch akzeptieren, dass man mit 71 (!) nicht mehr ganz so flott unterwegs sein kann, wie früher. Das bedeutet aber nicht, dass man(n) es erst gar nicht erst versuchen sollte. Ganz im  Gegenteil.

Unser Plan ist es in diesem Jahr, von Helsinki aus über Turku, Stockholm, Göteborg und Kopenhagen die Heimreise nach Berlin anzutreten. Die Anreise erfolgt per Fähre von Travemünde aus. Boarding am 15. Juli 2019 gegen 22:00 Uhr, dann zwei Übernachtungen an Bord, um schließlich dann am 17. Juli 2019 in Helsinki anzukommen.

Wie üblich und seit vielen Jahren bewährt, macht(e) Brigitte wieder die GPS-Routen- und Reiseplanung, u. a. mit VeloMap - unseres Erachtens eine der besten Radkarten überhaupt - auf dem Reise-PC, so dass wir einerseits kaum noch herkömmliches Kartenmaterial mitführen, andererseits schon im Vorfeld einschätzen können, was uns wo und wie erwartet. Besonderen Wert legt Brigitte dabei auf ausgewogene Etappenlängen und möglichst sichere Übernachtungsplätze (meist Camping, selten Bett, aber möglichst immer mit Dusche).

 


 

Tatsächlich gefahrene Strecke

or Map

 

09. Juli 2019

So allmählich wird`s ernst! - Wie immer gibt`s vor der Abreise noch jede Menge ehrenamtliche Vereinsarbeit (bin Vorsitzender sowohl des LV Berlin des DAV wie auch des AlpinClub Berlin, Sektion des DAV) zu erledigen und noch viel wichtiger; nämlich mit Brigitte die letzten Reisevorbereitungen zu treffen. - Obwohl das ja so allmählich Routine sein sollte, gibt`s immer wieder noch Dinge, die Stress machen und Nerven kosten. Aber das gehört eben auch irgendwie dazu ;-)

12. Juli 2019

Heiße Schlussphase, morgen früh geht`s los. Erst ein Stück mit der RB und dann in drei Etappen (zweimal zelten) nach Travemünde. - 23:00 Uhr; alles ist verpackt, es kann los gehen …!

 

REISETAGEBUCH

13. Juli 2019

Anreise. – Wir fahren per S-Bahn und RE bis Karstädt, einem kleinen Ort an der Brandenburgischen Grenze. Es ist Samstag, es sind Ferien in Berlin, ergo, die RB ist zumindest in Punkto Fahrradstellplätze mehr als am Limit. Die Situation entspannt sich erst weit hinter Berlin.

Wir wollen heute so um 60 km fahren und erleben gleich zwei Überraschungen; nämlich Niedrigwasser an der Elbe und eine eingeplante Fähre hat den Betrieb eingestellt (folglich kleiner Umweg über Dömitz) und nach Tagen der absoluten Trockenheit den ersten kräftigen Gewitterschauer. Wir erreichen den Zeltplatz am Schwimmbad in Dannenberg. Es gibt zum ersten Mal auf der Tour leckere Spaghetti.

   Typisch

14. Juli 2019

Wir fahren zurück an die Elbe, um die Weiterfahrt auf dem Elberadweg fortzusetzen. Ein wirklich lohnender Abschnitt, (Fahrrad)touristisch gut erschlossen und tolle alte teils Reed gedeckte Fachwerk-Bauernhäuser an der Strecke. Wir kehren unterwegs dreimal ein, ehe wir nach etwa 70 km den Campingplatz am Lanzer See erreichen. Der Platz ist ok., unser Zelt bauen wir am Lübeck-Elbe Kanal auf und reservieren einen Tisch in der nahen gelegenen Speisegaststätte. Unsere Bäuche spannen danach ziemlich. Das Wetter hat sich verändert, es ist bedeckt, allerdings kaum Niederschlag, dafür aber Temperaturen nur kleiner 20 °C, nachts so um die 10 °C.

15. Juli 2019

Weiter geht`s gut 50 km entlang dem Kanal (alte Salzstraße) und zwar etwas mühsam. Denn der gesamte Streckenabschnitt ist nicht asphaltiert, sondern lediglich als befestigter Schotterweg ausgelegt (oft nur mit zwei Spurrillen). Die Strecke zieht sich … .

Endlich in Lübeck angekommen, steuern wir direkt das Holstentor an, schließlich sind wir ja auch „nur“ Touristen. Später gönnen wir uns am Markt noch ein Marzipaneis und leckeren Kuchen, ehe wir uns auf den Weg durch den Feierabendverkehr nach Travemünde machen. Eine Besonderheit auf dieser Strecke ist, dass wir einen weiteren Kanal unterqueren müssen (Tunnel) und hierfür ein spezieller Fahrradbus benutzt werden muss.

Holstentor-Lübeck

Nach insgesamt etwa 80 km erreichen wir den Fährhafen (Skandinavien Kai) und warten geduldig darauf, gegen 23:00 Uhr an Bord zu dürfen. Als Radfahrer – wir sind hier längst nicht die einzigen – sind wir privilegiert, dürfen nämlich so ziemlich mit als die Ersten an Bord. Wir beziehen unser tolles Zimmer (geräumige Außenkabine mit gutem Komfort).

16. Juli 2019

Da wir sehr spät ins Bett gekommen sind, schlafen wir etwas länger, stellen die Uhr um eine Stunde vor und gehen zum Frühstücksbuffet.

 

Berlin-Oranienburg -> Rostock

Wie schon zu unserer Saisonstar-Tour (Mitte April 2019) hatten wir auch dieses Mal wieder vor "nur" eine Kurzreise mit gerade mal 4 Übernachtungen zu fahren. Da wir zu Beginn der Pfingstferien mit vollen Zügen rechneten, zogen wir es vor, von Berlin aus los zu fahren, um am Dienstag nach Pfingsten die Heimreise per Bahn anzutreten. Auch hier dachten wir stretegisch und wählten mit Rostock einen Zielort aus, von welchem es eine durchgehende Zugverbindung nach Berlin gab und ein "frischer, leerer" RE eingesetzt wurde.

    Frühjahrsputz

Am 07. Juni starteten wir also am frühen Nachmittag (ich war am Vormittag noch bei der REHA in Teltow), fuhren per S-Bahn bis Oranienburg und radelten dann bei bestem Wetter noch bis zum Marina Campingplatz "Alter Hafen".

Pfingsttour 2019 von Berlin-Oranienburg nach Rostock

or Map

Die Nacht von Samstag auf Pfingstsonntag verbrachten wir auf dem Campingplatz "Useriner Mühle", radelten dann weiter zum "Natur und Strandcamping am Jabelschen See", um schließlich am Abend des Pfingstmontags unser Zelt auf dem "Kanu und Campingplatz Warnow (Westphal)" aufzuschlagen. Am Dienstag (11. Juni) sind wir dann zum Rostocker Bahnhof gefahren und haben nach knapp 300 Fahrrad-Kilometern per Bahn unsere Heimreise angetreten.

Schön war`s :-)

 

Schluss mit Winterpause! - Das Wetter soll zu Ostern schön(er) werden. Was liegt da näher, als die Reiseräder und die Zeltausrüstung klar zu machen und `ne kurze Mehrtagestour zu planen.

Zwar sind wir in diesem Jahr schon gut 14 Tage mit den Rennrädern auf Lanzarote unterwegs gewesen, aber danach folgte Arno`s Rücken-OP (Spinalkanalstynose) und da muß ja erst mal getestet werden, ob`s überhaupt noch und falls positiv, wie`s klappt, bzw. wo die momentane Belastungsgrenze ist.

Nachdem wir zunächst im Jahr 2018 per Rennrad auf Mallorca, später dann mit dem Trekkingbike in Irland unterwegs waren, wollen wir uns 2019 zunächst mal wieder mit den Rennrädern auf Lanzarote einradeln. - Bedingt durch Brigittes berufliche Tätigkeit haben wir bekanntlich "nur" zweimal im Jahr die Möglichkeit, länger zu verreisen; nämlich im Februar, sowie Juli und August. - Letztes Jahr war es uns dann doch zu kalt im Februar auf Malle, so dass wir es jetzt etwas weiter südlich versuchen wollen ...