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Sommerfeste des AlpinClub Berlin

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Sommerfest des ACB 2004

Geärgert - weil nervig - habe ich mich über die bürokratischen Erfordernisse, die notwendig sind, um legal in und vor allen Dingen vor unserer Geschäftsstelle in der Spielhagenstr. ein kleines Sommerfest auszurichten. Da ich im vergangenen Jahr heftig Schelte von der Polizei bekommen habe, gelobte ich Besserung und stellte nicht nur beim bezirklichen Tiefbauamt einen Antrag auf Sondernutzung öffentlichen Straßenlandes, sondern parallel auch bei der Polizei einen Antrag auf Erlaubnis nach § 29, Abs. 2 der Straßenverkehrsordnung(StVO).


Da ich die geplante Veranstaltung beim Bezirksamt bereits zum vierten mal anmeldete, war mir das Prozedere bekannt und es wurde "nur" zusätzlich eine aktuelle Freistellungsbescheinigung des Finanzamtes für Körperschaften nachgefordert. Schlimmer dagegen die Reaktion der Polizei. Kaum war dort der Antrag eingegangen, bat man um Übersendung folgender Unterlagen:

  • Erklärung des Veranstalters über die Freistellung der Behörden von allen Ersatzansprüchen
  • Bestätigung der Versicherungsgesellschaft über ihre Bereitschaft, Versicherungsschutz zu gewähren
  • Genaue Auf- und Abbauzeiten unabhängig vom eigentlichen Veranstaltungszeitraum
  • Stellplan


Nach diversen Telefonaten und ergänzendem Schriftwechsel lag schließlich rechtzeitig per Fax auch die Genehmigung der Polizei vor, einschließlich der Forderung nach einer Gebühr in Höhe von 70, - EURO.

Nur etwas geärgert habe ich mich über mich selbst, bzw. mein Unvermögen "Hilfskräfte" zu animieren/motivieren/mobilisieren und somit fast die gesamte weitere Vorbereitung (Bestellung und Entgegennahme von Zapfanlage und Bier, Beschaffung und Transport von Biertischgarnituren, Aufbau der Pavillons, Beschaffung und Aufbau unseres mobilen Kletterturms, etc.) allein gemacht und organisiert habe.

Richtig gefreut habe ich mich über das "Verpflegungsteam", das unter der Leitung von Traudl und Gretel absolut zuverlässig und kompetent dafür gesorgt hat, dass alle Gäste "unsere gute Küche" in den höchsten Tönen gelobt haben. Gefreut habe ich mich über Robert, der nach einem kurzen Anruf von mir sofort bereit war, per Auto mit Hänger, die Biertischgarnituren zu transportieren (vor allen Dingen aber darüber, dass er von sich aus am Sonntagvormittag ganz von sich aus anrief und anbot, mit mir gemeinsam die Garnituren wieder zurück zu fahren). - Sehr gefreut habe ich mich natürlich auch über die vielen Gäste, die trotz schlechter Witterungsbedingungen den Weg zu uns gefunden haben. Etwa 80 Personen feierten mit uns unsere vierjährige Anwesenheit "vor Ort" (Mietvertrag ab Juni 2000). - Ob jung oder alt, ob Mitglied oder Gast, egal , alle waren uns sehr willkommen. Der ACB hatte mal wieder Gelegenheit, sich von einer seiner vielen guten Seiten zu präsentieren.
Als wir gegen 23:00 Uhr das letzte Licht ausgeknipst hatten, waren wir sicher, es war ein schönes Fest und wir werden diese Tradition fortsetzen.

Was macht es da schon, wenn ich mich im Vorfeld etwas geärgert habe, hauptsache den Mitgliedern hat es gefallen, sie hatten wenig Arbeit, dafür aber viel Vergnügen und wie immer, viel Leistung für das bisschen Beitrag!!

Am meisten gefreut habe ich mich über Brigitte, die am Samstag eifrig beim Aufbau mit geholfen hat, die die Getränke (außer Bier) beschafft hat und die in der Zeit vor dem Fest den steht`s nörgelnden Behren ertragen musste. - Danke!