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Richtunng Bayern

Richtunng Bayern

Man(n) weiss ja nie ...

 

 

 

 

 

 

Nach der Reise ist auch immer wieder vor der Reise. - Nachdem wir Mitte Juli d. J. von unserer 10-wöchigen Radreise in Nord-Skandinavien zurück gekehrt sind, uns zuhause jetzt u. a. sehr viel Zeit für den AlpinClub Berlin nehmen mußten, meine Gesundheit wieder relativ stabil ist und wir den Winter per Trekking-Rädern in Patagonien verbringen wollen, ist es mal wieder höchste Zeit für eine Auszeit und ja, natürlich auch für`s Training, um für die geplante Südamerika-Tour fit zu sein.

Also steigen wir am 14. Sept. 2026 mal wieder auf unsere schwer beladenen Trekkingräder (wir folgen nicht dem aktuellen "Bike-Packing Trend", sondern reisen mit viel Gepäck und Komfort)  und starten in Halle an der Saale unsere Tour in Richtung Bayern ...

12. Sept. 2026

Die ersten Campingplätze sind gebucht und auch die ICE-Tickets für die Rückreise haben wir schon, aber mit den nötigen Einkäfen (Gaskartuschen, Lebensmittel, etc.), sowie ums Akkus laden und GPS-Tracks auf die Navis zu übertragen, haben wir erst heuete begonnen. - Nun ja eine gewisse Routine kann man uns dabei wohl nicht absprechen.

 

Map

 

REISETAGEBUCH

14. Sept. 2026

Halle bis Schönburg; 59,4 km, 230 hm

An der Saale angekommen


Anreise bis Halle mit der Bahn. - Wir müssen uns erst mal wieder an die schweren Räder gewöhnen. Dann erreichen wir endlich den ersten gebuchten Campingplatz, oder sagen wir lieber ein Kanuheim, wo es auch ein paar Zeltplätze gibt. Der Platz ist menschenleer und wir melden uns per Telefon an. Kurz darauf wird uns geöffnet und es erfolgt  ne kurze Einweisung vom stellvertr. Vorsitzenden des Kanu-Wandervereuns persönlich. Wir suchen uns einen schönen Platz am Wasser und bauen auf. - Der "Chef" ist längst wieder weg, wir sind mutterseelenallein ...! - Knapp einen Kilometer entfernt gibt es noch einen geöffneten Dönar-Imbiss, wir sind gerettet ;-)

15. Sept. 2026

Schönburg bis Orlamünde; 80,4 km, 480 hm
Eine ruhige und störungsfreie Nacht. - Wir bereiten unser Frühstück, machen uns reisefertig. Das Abwaschen ist etwas kompliziert, da die Außenwaschbecken schon Winterschlaf halten und wir uns irgendwie mit kaltem Wasser im Waschraum behelfen müssen. Aber wo ein Wille ist, ist bekanntlich ja auch ein Weg ...

16. Sept. 2026

Orlamünde bis Lothramühle; 57,6 km, 470 hm

17. Sept. 2026

Saaleturm

Lothramühle bis Saalburg; 42,9 km, 750 hm
mit Schotterstrecken, wir sind platt

18. Sept. 2026

Saalburg bis Bad Steben; 27,9 km, 530 hm
Wir erreichen heute Bad Steben. - Zwar eine relativ kurze, dafür aber wieder sehr anstrengende Etappe! - Nach vier Nächten im meist nassen Zelt, gönnen wir uns heute mal wieder `ne #ferienwohnung in Bad Steben., selbstverständlich mit Waschmaschine und Trockner ;-)

Gegen Abend überkommt uns dannder berühmte "kleine Hunger" und wir landen in einem typischen Bayerischen Lokal. Brigitte freut sich über  einen Tafelspitz, während ich ein Schäufele verzehre

19. Sept. 2026 - Pausentag

Mal wieder im Bett geschlafen und zwar gar nicht so schlecht! - Erst gehen wir Brötchen kaufen, dann gibt`s Frühstück. - Und ja natürlich, die letzten Tage stecken uns ganz schön in den Gliedern, Pause und Ruhe tuen Not.

Am Nachmittag erkunden wir noch mal den Kurpark und finden ganz zufällig auch noch ein Café mit dessen Spezialität, nämlich super leckere Windbeutel. Jetzt noch mal kurz zu Edeka, dann zurück in die FeWo. - Zum Kochen haben wir nicht so richtig viel Lust, aber zum Glück gibt es in einem Kurort ja reichlich Gaststätten ...

20. Sept. 2026

...

28. Sept. 2026

Wir sind heute in Augsburg eingetroffen und werden hier einen Pausentag einlegen. - Also Zeit, auch die HP zu pflegen ...

03. Okt. 2026

Wir sind heute in Lenggries angekommen und gönnen uns zum Abschluss der langen Radreise noch mal `ne schöne Ferienwohnung. - Am 06. Okt. werden wir dann von hier aus per Bahn erst nach München, im Anschlus mit dem ICE nach Berlin reisen.

Der Bericht wird noch ergänzt und ein paar schöne Bilder haben wir auch noch ...

RESÜMEE

Nach gut 850 km und vielen, vielen Höhenmetern sind wir gesund, fast unfallfrei, ohne technische Pannen und gut motiviert für die nächste Tour (Patagonien) in Lenggries angekommen.

Gleich zu Anfang, also nach unserem Start in Halle (Saale) hätten wir es besser etwas geruhsamer angehen lassen sollen, waren die ersten Etappen doch recht anspruchsvoll und vor allen Dingen teilweise von der Beschaffenheit der Fahrwege her, sehr beschwehrlich. - Nachdem wir die Saale verlassen hatten wurde das Streckenprofil dann sanfter, die Etappen kürzer, das Wetter besser und ja, auch die gewohnte Kondition stellte sich allmählich auch wieder ein.

Geschlafen haben wir vorwiegend in unserem Zelt, welches einerseits bedingt durch die Jahreszeit (Spätherbst), andererseits aber auch durch die Tatsache, dass wir fast immer in der Nähe von Gewässern genächtigt haben und wir auch den einen oder anderen Regenschauer über uns ergehen lassen mussten, morgens beim Einpacken so gut wie immer nass war.

Aber zu unsren Routinen gehört es halt auch, dass wir uns jeweils nach drei- oder viertages Etappen immer wieder mal `ne Ferienwohnung, meist für zwei Nächte leisten. Einerseits um Wäsche zu waschen und Akkus und Batterien aufzuladen, andererseits aber auch, um zu regenerieren.

Aprpopos Zelten; zumindest zu dieser Jahreszeit zählten wir auf den Campingplätzen zu einer verschwindenden Minderheit. Oft waren wir die einzigen auf der Zeltwiede. Und überhaupt scheint das Hauptinteresse der Campingplatzbetreiber zunehmend mehr den Wohnmobil-Touristen zu gelten, weniger den Zeltlern!  Oft mangelt es dann auch an Aufenthaltsräumen, aber die Wohnmobilkaravane braucht ja auch keine ...

Die nächste Zeit werden wir jetzt damit verbringen (müssen), die Räder für die geplante große Reise fitt zu machen (unser Hauptaugenmerk gilt den Felgen, konkret deren Wandstärke), aber auch `ne Isomatte ist mal wieder hin, Ketten, Schalträdchen und Bremsbeläge müssen erneuert werden und und und ...

 

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