Berichte

Freitag, 30. Juli 2004, endlich sitzen wir im Speisewagen des Nachtzuges nach München und nehmen für etwa vier Wochen Abschied von Berlin, von Stress, von Job, von Terminen und vor allen Dingen auch Abschied vom AlpinClub Berlin, hier allerdings nur von der aufreibenden Tagesroutine; denn unser Reiseziel ist Stubai in Österreich, um u. a. zehn Mitgliedern unseres Vereins eine hoffentlich abwechslungsreiche zehntägige Hüttentour anzubieten.

 Am 09. Aug. 2003 bestiegen wir am Bhf. Zoologischer Garten den Intercity-Night nach München, stiegen dort am Morgen um in Richtung Innsbruck und hier schließlich in den Zug Richtung Imst. Ein freundlicher Taxifahrer bot uns und weiteren drei Ankömmlingen an, uns zu unserem Ziel (Mandarfen) zu fahren. Kurz nach Mittag waren wir schon dabei, unsere neue Ferienwohnung mit dem Nötigsten auszustatten. Danach ging`s mit der Seilbahn in Richtung Riffelsee (2.300m). Der erste Gipfel (Muttenkopf, 2.346m) war fällig. Anschließend gab`s Germknödel in der Riffelsee-Hütte.

Zugegeben, mein Anfang der 90iger Jahre, also im vergangenen Jahrtausend, für viel Geld erworbenes TREK Rennrad (5200, Carbonrahmen) ist - auch wegen häufigen Gebrauchs – etwas in die Jahre gekommen und technisch nicht mehr so ganz zuverlässig.

Sommerfest des ACB 2003

Wie schon in den zurückliegenden Jahren, nahmen wir den kalendarischen Sommeranfang, also den 21. Juni, zum Anlass, zu einem Sommerfest einzuladen. Die Vorbereitungen verliefen routiniert, die Getränke inklusive Zapfanlage wurden ebenso bestellt, wie Braten und Salate. Die Genehmigung beim Bezirksamt Wilmersdorf-Charlottenburg lag vor, leider (wie ich viel zu spät erfuhr) nicht die des Polizeipräsidenten in Berlin. Ein kleines, aber durchaus bewährtes Team tat alles, um unseren Mitgliedern und Gästen einen angenehmen Empfang bereiten zu können (dazu zählt beispielsweise auch das mehrfache Putzen der Geschäftsstelle, das Produzieren von Salaten und Bouletten etc., wie auch das Einkaufen in der Metro und die Beschaffung von Biertisch-Garnituren von unseren Freunden aus dem Jugendclub Schloßstrasse. Eine neue Attraktion sollte in diesem Jahr die Aufstellung unseres mobilen Kletterturms direkt vor unserer Geschäftsstelle sein, auch hierfür war alles vorbereitet.

Meine "bergsteigerischen" Kuriositäten

Datum Ereignis Anmerkung
05. Jul. 1996 Gemeinsam mit Nannette Jänicke (heute Kronthaler) „bestiegen“ wir – für eine Werbeveranstaltung – die 35m hohe Himalaya-Bahn auf dem Deutsch-Französischen Volksfest und seilten anschließend ab. Diverse Medien berichteten. Nanette: Meine Welt sind die Achterbahnen oder Der Berg ruft: Auf zur Achterbahn.
21. Mrz. 1997 Die Asbestsanierung und Renovierung des SFB-Fernsehzentrums ist abgeschlossen. Aus diesem Grund haben wir (damals noch Sektion Charlottenburg) die Reporter/Moderatoren Ulli Zelle und Klaus Strebe, sowie den Tatortkommissar Robinson Reichel aus 60m Höhe, also aus dem 13. Stock des SFB-Fernsehzentrums abgeseilt. Wir natürlich hinterher … (zur Probe allerdings auch vorweg). Abendschau-Reportage, div. Zeitungsartikel: Abendschau-Reporter Zelle seilt sich vom SFB ab; Tatort SFB: Kommisar Reichel seilte sich ab; SFB-Helden am dünnen Seil. Ich wurde als "Berliner des Tages" in die Abendschau eingeladen.
23. Sept. 2000 Die Lukas-Kirche in Steglitz feierte ein Kirchweihfest. Pfarrer Funk hatte sich zu diesem Anlass u. a. einen besonderen Gag einfallen lasse, er bat den AlpinClub Berlin den 57m hohen Kirchturm doch einmal für alpinistische Aktivitäten zu „missbrauchen“. Mich zu überreden ist ihm nicht sonderlich schwer gefallen. Brigitte, Marianne und Uwe habe ich dann meinerseits „bearbeitet“ und schon stand unserem Auftritt nichts mehr im Wege. Mehr als 20 mutige (oder übermütige) Steglitzer wollten es uns gleichtun. Wer dabei letztendlich mehr Angstschweiß abgesondert hat, die Hobbyalpinisten oder wir als die Verantwortlichen, kann im Nachhinein nicht mehr festgestellt werden, jedenfalls hab ich `ne Menge sehr blasser Nasen gesehen.....
07. Sept. 2001 Am Prenzlauer Berg zieht das künftige Kinder- und Jugend Kulturzentrum in die Kirche der Elias-Gemeinde. „Höhepunkt der Aktivitäten anlässlich des Tages des offenen Denkmals am Sonnabend: Mitglieder des AlpinClubs Berlin werden in einer spektakulären Aktion die Kirchenfassade erklimmen….". Andreas und ich, wir hatten viel Spass bei der Aktion. Viele Gäste, u. a. Wolfgang Thierse und natürlich wieder Presse.
20. Dez. 2001 Berlins Alpinisten retteten Spandaus Rathausfahne. – Ich hatte im KURIER gelesen, dass die Fahne auf der Spandauer Rathausspitze klemmt, die Reparatur 12.000 DM verschlingen würde, dem Bezirk aber die Mittel fehlen. So signalisierte ich Gratis-Hilfe. Wieder war Andreas der Hauptakteur, als wir am 23. Dezember in luftiger und eisiger Höhe die Umlenkrollen reparierten. Wohl mit die größte Medienpräsenz, die ich bisher erlebt hatte. Nur positive Berichterstattung. Spitzen-Klettertour; Berlins Alpinisten retteten Spandaus Rathausfahne; 2 Kletterer sparen Spandau 12.000 Mark; Bergsteiger erklimmen Rathausturm. Spandaus Bürgermeister Birkholz ludt Andreas und mich zum Kaffee ein.
15. Dez. 2005 2006 FIFA World Cup, geplante Eröffnungs-Gala Berlin. Wieder ist der ACB dabei. Im Rahmen dieser gepl. Eröffnungsfeier sollten möglicherweise Kletterinnen und Kletterer vom Dach des Olympiastadions in die Arena abseilen. – Robert und ich demonstrieren ein „Probe-Abseilen“. - Wir genossen faszinierende Ein- und Ausblicke vom und aus dem Olympiastadion-Dach. Die Gala wurde bekanntlich abgesagt.
Mrz. 2008 Ein Kirchturm, der bewegt! – Im Rahmen einer Benefizaktion zur Spendenaktion „Rette den Turm“ der Berliner Gedächtniskirche plant der ACB eine Beteiligung an einer spektakulären „Turm-Besteigungs-Aktion“. – Wieder mit Andreas haben wir schon mal das Terrain sondiert und gemeinsam mit Pfarrer Martin German den „hohlen Zahn“ bestiegen. - Weitere Infos Die Aktion hat am 31. Aug. 08 mit einem Dutzend Gästen (Gastgeber Dr. Eckhart von Hirschhausen), die ihre Teilnahme bei ebay ersteigert hatten, unter Regie vom AlpinClub Berlin erfolgreich stattgefunden. - Wir hatten viel Spass..