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Pfingstausflug 2016

Zwar ist die Wetterprognose nicht gerade ideal, jedenfalls nicht um eine mehrtägige Radtour mit Zelt zu unternehmen, aber da wir in den Sommerferien planen, diagonal durch das United Kingdom zu radeln (end2end), kann es nicht schaden, wenn wir uns schon mal an "schwierige Wetterbedingungen" gewöhnen. ;-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Plan war es von Berlin aus gen Westen zu radeln und zwar auf der D-Route 3, bis Quedlinburg. Konkret sind wir folgende Etappen gefahren:

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14. Mai 2016

Berlin -> Camping „Neue Scheune" (Ferch, Schwielowsee) etwa 32 km

Über die Glienicker Brücke verlassen wir Berlin, passieren Potsdam und erreichen am Abend den Schwielowsee. Wir sind erst gegen 16:00 Uhr in Berlin gestartet, da Brigitte noch arbeiten musste. Auf dem Campingplatz gibt`s `ne Fete, aber der Platzwart weist uns einen Platz weit entfernt von der Feier zu. Danke!. - Abendessen (war gut) und dann ab in die Falle. Erste Zeltnacht 2016!!!

15. Mai 2016

Camping Ferch -> MCE Marina Camp Elbe (Lutherstadt Wittenberg) etwa 83 km

Wir starten bei bedecktem Wetter - nachts hatte es geregnet - am Schwielowsee und fahren in Richtung Wittenberg. Es ist relativ hügelig (insgesamt absolvieren wir ca. 500 Hm), windig und kalt. Hin und wieder überrascht uns ein Regen- oder Hagelschauer. Trotzdem oder gerade deshalb schmeckt uns der Eisbecher in Wittenberg vorzüglich. - Noch ein paar wenige Kilometer und wir sind auf dem Campingplatz. Kaum steht das Zelt, gibt`s den nächsten Regenschauer! In der Campingplatzgaststätte sind wir die einzigen Gäste. Dafür gibt es aber auf der Zeltwiese erfreulicherweise noch weitere Radler. Nachts sinkt das Thermometer auf Temperaturen so um die 5°C!

16. Mai 2016

MCE Marina Camp Elbe -> Camping am Akazienteich (Seebad Aken), 76,4 km

Sonne und Wolken, kein Niederschlag aber viel Wind und fast immer von Vorne! - Die Streckenführung bleibt abwechslungsreich. Fast ausschließlich Nebenstraßen, Radwege und zum Teil auch unbefestigte Feldwege. Es ist einsam, viel Natur und kaum Einkehrmöglichkeiten.

Endlich am Ziel, erleben wir `ne kleine Überraschung. Der Campingplatz am Akazienteich - eigentlich schön gelegen und interessant hergerichtet - ist menschenleer. Bei starken Windböen bauen wir unser Zelt auf, duschen und erhalten in der leeren Campinggaststätte unser Abendessen. Wir hatten keine (Aus)Wahl, mussten nehmen was kommt. Hat satt gemacht.

17. Mai 2016

Camping am Akazienteich -> Camping am Löderburger See (Hecklingen), etwa 70,92 km

Schöner Campingplatz, der am Löderburger See. Aber auch hier waren wir die einzigen Gäste mit Zelt. Aber es gab auf dem Platz auch ein Restaurant und in diesem einen Koch (oder Köchen?) der (die) sein (ihr) Handwerk verstand! - Auch dieser Platz ist eine Kombination aus Strandbad und Campingplatz. Da wir die einzigen waren und frei Platzwahl hatten, zelteten wir unmittelbar am Badestrand auf der Liegewiese ;-)

18. Mai 2016

Camping am Löderburger See -> Quedlinburg, Bahnhof, 63,30 km

Wind und Wolken bleiben uns auch am letzten Tag treu. Aber es ist ein wenig wärmer. - Heute habe ich beschlossen, dass Sachsen Anhalt ganz klar Sieger im Wettbewerb "Deutschland schlechtestes Radwegenetz" geworden ist. Strikt dem Vorsatz folgend, nur keine Ortsmitten berühren, führen uns die Wegeplaner konsequent an den meisten Orten vorbei und zwar meist auf abenteuerlichen Wegen. Landschaftlich zweifellos ein Highlight, aber was die Qualität der Beläge betrifft, finsterstes Mittelalter. Sogar die Kopfsteinplaster aus dieser Zeit werden zielstrebig gefunden. - Sicherlich sind diese Radwege für den Sonntagnachmittagausflug mit E-Bike ein Hochgenuss, aber wenn man ein Stückchen mehr von Deutschland sehen will, eher abtörnend.

Zu guter letzt, also fast schon in Sichtweite von Quedlinburg, geht`s noch mal so richtig durch den Wald (natürlich auf Schotterwegen). - Die letzten acht Kilometer haben wir uns zur Feier de Tages `ne viel befahrene, super glatte Hauptverkehrsstraße gegönnt. Mal abgesehen von den vielen Autos `ne echte Erholung!

Bahnhof Quedlinburg, per Zug weiter bis Magdeburg, hier umsteigen in den RE 1 nach Berlin-Wannsee. Rest mit S-Bahn.

 

Resümee

Wir haben es so gewollt - trotz schlechter Wind- und Wetterprognose - in die Fahrrad-Trekking-Saison zu starten. Also müssen wir auch akzeptieren, dass es mal unbequem sein kann ;-)

Wir sind tapfer - mit vier Übernachtungen - etwa 325 km gefahren und haben dabei ca. 2.000 Hm überwunden.

Leider hat mein seit Jahrzehnten bewährter TREK 990-Fahrradrahmen Schaden genommen. Am hinteren Ausfallende ist exakt die Stahlöse abgebrochen, die die Hauptlast des arg gebeutelten Gepäckträgers zu halten hat. Jetzt habe ich ein Problem! - Aber ich habe ja auch Dank "meines" Alpenvereis (AlpinClub Berlin) einen großen Bekanntenkreis. Und da gibt es auch Leute, die vielleicht sogar in aussichtslos erscheinen Fällen, gern weiter helfen ... :-)