national - Trekking

Wintercamping im Harz Vl

Unserer alten Tradition folgend, werden wir voraussichtlich den Jahreswechsel mal wieder auf dem Brocken erleben. Die (Zelt)Ausrüstung ist gepackt, am 29. Dez. 2014 geht unser Zug.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Sicherheit war unser letzter Jahreswechsel in Neuseeland auch ein einmaliges Erlebnis, aber irgendwie gehört doch auch Frost und Schnee dazu ...

Vor allem aber muss das neue Zelt (Hilleberg Keron 3 GT) getestet werden - bekanntlich haben wir ja das völlig verschlissene Saivo bei unserer letzten Tour in den USA gelassen - denn es ist nicht auszuschließen, dass wir uns irgendwann mal mit Zelt und Pulka auf die Troll-Loipe (Norwegen, von Hovringen bis Lillehammer, 180 km) begeben und da sollte das Equipment schon passen ...

29. Dezember 2014

Um 7:45 soll es ab Wannsee per Bahn los gehen. Es schneit derzeit heftig in Berlin. Ob die Bahn wohl pünktlich ist? - Die Vorahnung war absolut zutreffend. Eine Schneeflocke in Berlin und das Chaos ist perfekt! Die Züge hatten Verspätung oder fielen gar aus, die Anschlüsse klappten nicht, etc., Winter eben.

Später als geplant aber immer noch rechtzeitig erreichten wir den Campingplatz, wenn auch das letzte Stück per Pedes, denn unser Linienbus Werningerode -> Schierke ist kurz vorm Stern seitlich in die Böschung gerutscht und lag fest. - Auf dem Campingplatz (Harz Camping) angekommen, fanden wir rasch "unseren" Platz - dieses Mal jedoch nicht unter Bäumen, wie in den Jahren zuvor - sondern völlig im Freien. Seit wir im Sturm dicke Äste haben abbrechen sehen, fühlen wir uns nicht mehr so ganz wohl unter Bäumen.

Es schneite kontinuierlich, wir waren müde, aber zufrieden und versuchten uns an die Kälte zu gewöhnen. Erfahrungsgemäß ist der erste Tag, bzw. die erste Nacht im Winter bei Kälte immer am unangenehmsten.

30. Dezember 2014

Es hat sich ganz schön viel Kondenswasser im Zelt gesammelt. Beim Keron gibt es keine - wie wir es vom Saivo und vom VE 25 kennen - zentrale Deckenentlüftung, sondern de Lüfter befinden sich jeweils vorn und hinten in den Apsiden. Diese Querlüftung reichte bei den herrschenden Witterungsbedingungen (hohe Luftfeuchtigkeit, leichter Schneefall) jedenfalls nicht aus, das Innenzelt (einschl. Schlafsäcke, etc.) zu trocknen.

Klasse ist dagegen jetzt die Möglichkeit in der sehr geräumigen vorderen Apside zu kochen und Ausrüstung zu verstauen. Schlecht andererseits der seitliche Eingang. Wenn es regnet (oder schneit) gibt`s beim Öffnen hier garantiert `ne Extradusche! Das Wasser vom Dach des Vorzeltes sammelt sich oberhalb des Reißverschlusses und fließ dir beim Öffnen entweder ins Genick, oder ins Vorzelt. ;-( Ich denke, wenn wir mal länge irgendwo vor Ort bleiben, schafft ein Tarp Abhilfe.

Nach einem "gemütlichen" Zeltfrühstück (es gibt frische Schrippen auf dem Platz) schippe ich zunächst mal das Zelt frei (damit Luft unter die Planen kommt), dann starten wir ....

Wird fortgesetzt

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